Katamaran Tour nach Benitier Island

Gleich am nächsten Tag begann dann das erste Event unserer Reise, eine Katamaran Tour nach Benitier Island um dort Delfine zu sehen. Hier habe ich die Reise gebucht. Ein Kleinbus holte uns und noch ein anderes Pärchen direkt von unseren Hotels ab. Wir fuhren dann durch Port Louis, der Hauptstadt, an der Küste entlang in Richtung Süden. Der Busfahrer war sehr freundlich und erzählte uns schon ein wenig vom Leben in Mauritius. Das ist dort nicht leicht, wir sahen ärmliche Ortschaften mit Wellblechhütten und große moderne Hochhäuser in der Stadt. Nach ca. 2h Fahrt kamen wir dann an der Mündung des Black River an, wo die Katamarane auf uns und andere Reisegruppen warteten. Vor dem Bootssteg war ein großes Schild auf dem auf das Verhalten im Meer und auf dem Riff hingewiesen wurde. 003Leider war das nur ein Schild. Denn wie wir dann erfahren mussten, war es wichtiger so viel wie möglich Touristen so nahe wie möglich an die Delfine heranzubringen. Das artete in eine regelrechte Wettfahrt aus. Schade eigentlich dass sogar die Einheimischen den Tourismus vor den Umweltschutz stellen. Bei so einer Katamarantour heißt es zuerst „Schuhe ausziehen“. An Bord war es komfortabel. Unser Katamaran war nicht sehr groß, und der Skipper war auch nicht so wild beider „Delfinjagd“ wie einige andere. Nachdem wir das flache Wasser im Riffbereich verlassen hatten, sahen wir dann eine Gruppe Delfine unweit vom Boot. Sofort stürzten sich alle Boote auf die Tiere. Schnellboote mit Touristen, die „schwimmen mit Delfinen“ gebucht hatten, schossen bis auf 20m an die Tiere heran, um ihren Touristen so nahe wie möglich an die Delfine zu bringen. Auch aus der Ferne ist es ein atemberaubendes Ereignis Delfine zu beobachten. Es gelangen mir auch einige schöne Schnappschüsse der kleinen Delfingruppe. 004An der Größe der Rückenflossen vermutete ich, dass wohl auch ein Jungtier dabei gewesen sein musste. Im Abstand von ungefähr 5min kamen die Delfine immer wieder an die Oberfläche, und es war immer wieder spannend wo sie wohl auftauchen. Einige Zeit später sahen wir dann etwas Größeres aus dem Wasser ragen, es war der gigantische Rücken eines Buckelwals. Das war für uns ein noch schöneres Abenteuer. Nachdem die Delfine und der Wal weitergezogen waren, setzten wir nun Segel und glitten nun lautlos durch das glasklare Wasser vor der Küste zurück zum Riff. Hier machten wir einen Stopp zum Schnorcheln. Ich hatte noch den Anblick von vor 12 Jahren im Kopf, doch leider war davon nicht mehr allzu viel übrig. Ich schätze, dass hier im Küstenbereich mehr als 50% der Unterwasserwelt unwiederbringlich zerstört ist. Der Grund ist nicht nur die Überdüngung des Wassers durch Einleitung von Abwässern, sondern auch der Tourist, der hier per Schnellboot über das Riff jagt, auf den Korallen rumtrampelt und dadurch mehr zerstört als sich daran zu erfreuen. Denn es ist immer wieder ein tolles Erlebnis in die Unterwasserwelt einzutauchen. Das was vom Riff noch übrig ist, beherbergt auch einige schön anzusehende Fische. Schulen von Doktorfischen, viele „Dreibandpreußen“ (das sind Fische die 3 breite schwarze Streifen quer über ihrem Körper haben) und andere Arten von Riffbarschen. Halfterfische gleiten durchs Riff neben Kaiserfischen und anderen typischen Riffbewohnern. Ich habe auch kleine Moränen gesehen. Nach nur 20min im Wasser setzten wir unsere Reise dann schon fort. Ich hätte gern noch ein wenig mehr davon gesehen, aber der Katamaran wollte weiter. Wir ankerten dann vor dem Riff und das Beiboot brachte uns auf „Benitier Island“. Ein winziges Korallenatoll vor der Küste. Auf dem Weg dorthin sahen wir einige Korallenstöcke, die weit aus dem Wasser ragten und wie Schirme aussahen, da sie dort wo sie ins Meer übergingen, stark von der Brandung ausgewaschen waren.  Am Strand von Benitier hatten wir dann Freizeit. Den ganzen Strand entlang hatten Händler ihre Stände aufgebaut. Sie verkauften allerlei Souvenirs aus Muscheln, Schneckengehäusen und auch Schnitzereien. Hier konnte wer wollte einen richtigen Einkaufsbummel machen. Ich glaube man nennt so etwas „Touristenfalle“.