Erice, Segesta und Selinunte

Von Palermo ging es am nächsten Morgen nach Erice. Erice liegt westlich von Palermo, in der Nähe der Stadt Trapani. In ca. 751m Höhe gelegen, bedeckt der Ort eine Fläche von 47 km². IMGP2655Wir wandelten durch enge Gassen. Erice lebt überwiegend vom Tourismus. Seitlich der Gassen bemerkte man, dass Erice auf einem Berg gelegen ist. Die Seitengassen führten manchmal in die Tiefe oder eben noch höher hinauf. In Erice wird Gebäck speziell aus Mandeln hergestellt. In einer kleinen Konditorei konnten wir uns von dem wunderbaren Geschmack der lokalen Köstlichkeiten überzeugen. Wunderschön anzusehen sind die Häuserfassaden und das Pflaster, das wohl noch aus der Zeit der Normannen stammt. IMGP2661Nach dem wir so ziemlich an dem höchsten Punkt der Stadt angelangt waren, standen wir vor den Resten einer normannischen Burg. Der Ausblick von hier oben war inzwischen von einigen Wolkenfeldern etwas eingeschränkt, aber um so mystischer sah die Burg und ein etwas weiter unten gelegenes Schloss aus. IMGP2713Ein märchenhafter Anblick, es erinnerte mich an das Schloss von Dornröschen. Auf dem Weg zurück konnten wir noch Einmal die schönen Fassaden und die kleinen Läden mit Kunsthandwerk und Souvenirs genießen. Zum Abschluss besichtigten wir noch eine Kirche, die auch im Stil der Normannen errichtet war. Die Ausstattung hier war aus weißem Marmorgestein und auch sehr kunstvoll angelegt.

Von Erice aus führte uns unsere Reise nun noch weiter in die Geschichte von Sizilien zurück. Die Zeit der griechischen Herrschaft auf Sizilien. Wir erreichten die Ausgrabungsstätte in Segesta. In IMGP2774der Mittagshitze besichtigten wir einen Tempel, der sehr gut erhalten auf einem Hügel errichtet war. Die Griechen waren schon sehr gute Baumeister, wenn man so vor diesem gigantischen Bauwerk steht wird einem das bewusst.
Ein weiteres Highlight des Tages war unsere Mittagspause. Auf einer kleinen Farm mitten im Land, in Wein und Olivenplantagen eingebettet, genossen wir Köstlichkeiten der Sizilianischen Küche vom Lande. Die Besitzer des Hofes, ein älteres Ehepaar, begrüßte uns alle herzlich mit Handschlag. In einem kleinen Gastraum waren für uns die Tische gedeckt. Es gab selbst gebackenes Brot, Wein aus eigener Produktion und viele andere Köstlichkeiten, die dort für uns und andere Touristen dargeboten wurden. So gestärkt führte uns die Reise auf den Spuren der Griechen weiter nach Selinunt. Hier spürten wir förmlich das antike Griechenland. Es gibt hier viele Überreste von Tempeln. Unsere Führerin erzählte uns von den Ausmaßen der Stadt die hier einmal gestanden hat. Für die damalige Zeit war das wohl eine Großstadt, IMGP2841denn hier sollen einmal um die 500000 Menschen gewohnt haben. An der Stätte des großen Tempels der sehr gut rekonstruiert wurde, konnten wir einen Blick auf die gesamte Ausgrabungsstätte werfen. Ein ganz schön großflächiges Gelände mit Grundmauern von der antiken Stadt. Später konnten wir uns von Nahem von der Organisation und Aufteilung der Stadt überzeugen. Unsere Führerin konnte uns sehr überzeugend aus dem Leben der Menschen in der Antike die hier lebten und arbeiteten berichten. Eine der Ausgrabung war ein Wohnhaus. An den Grundmauern wurde uns die Aufteilung der Zimmer erklärt. Wir mussten feststellen das es wahrscheinlich Eng im Haus war, aber die Menschen der damaligen Zeit sollen ja auch kleiner gewesen sein. Noch mal ein Kompliment an die Fremdenführerin, die uns sehr gut über das Leben und die wechselvolle Geschichte in der Stadt der Antike erzählen konnte.