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 Cappanori und Pisa

001Cappanori ist ein kleiner Ort, der sich 3 Wochen im Jahr ganz der Kamelienblüte widmet. Bei einem Spaziergang durch den Ort, kann man überall in den Gärten die verschiedensten Kamelien blühen sehen. Von eher klein und spärlich, bis riesengroß und üppig, ist hier alles zu sehen. Auch der Ort an sich ist sehenswert, mit seinen kleinen Gässchen. Er ist in die sanften Hügel der Tokana "eingepasst" und so geht es viel auf und ab bei diesem Spaziergang. Wir erfuhren, dass hier die Frankenstraße entlangführt, der frühere Pilgerweg von Franken nach Rom zum Grabmal der Apostel Petrus und Paulus. Gegen Mittag kamen wir zur Villa Orsini, hier wurden uns Spezialitäten aus der Region angeboten. Das war wirklich lecker. Leider war das Wetter nicht so schön. Regen und viel Wind hinderten uns daran, uns im Garten der Villa umzusehen und noch mehr über Kamelien zu erfahren. Wir fuhren weiter nach 002Pisa. Auf der Fahrt erfuhren wir, dass Pisa eine von 4 Seefahrerrepubliken Italiens im Mittelalter war. Venedig, Amalfi und Genua sind die anderen. Wenn man sich Pisa nähert, sieht man aus der Ferne nur die Kuppel vom Dom. Wir wurden dann zu einem Punkt vor die Stadtmauer gefahren. An der Stadtmauer entlang ging es zu einem Stadttor und dann eröffnete sich der Blick auf die Piazza dei Miracoli, den man nicht vergisst. - Da war er- der schiefe Turm. Auch der Dom und das Baptisterium (die Taufkirche) bilden mit ihren Fassaden aus weißem und grünem Marmor einen wundervollen Kontrast zu dem schlichten grünen Rasenplatz auf dem sie errichtet sind. Der Turm war als Glockenturm (Campanile) für den Dom geplant. Jedoch begann er sich bereits nach dem errichten der dritten Etage zu neigen, worauf man den Bau für 100 Jahre einstellte. Danach wurde begonnen, die weiteren Stockwerke schräg aufzusetzen, um der Schieflage entgegenzuwirken. Das half auch nicht. Bis 1998 hatte sich der Turm um ca. 7m aus der Mitte bewegt, dann begann die Sanierung. Es gelang die Lage auf ca. 4m zurückzurücken. Jetzt soll sich der Turm wohl nicht mehr weiter neigen. Es ist schon beeindruckend am Fuß des Turmes zu stehen und die gewaltige Neigung hautnah zu erleben. Wir besuchten das Baptisterium, da aber im Dom gerade eine Messe abgehalten wurde, war es uns nicht möglich, auch das Innere des Doms zu besichtigen. Aber wir waren am Anfang unserer Reise und sollten noch andere Gotteshäuser von innen bewundern dürfen, so auch in Siena. -