Agrigento und Piazza Armerina

Der nächste Tag war total verregnet. Wir fuhren nach Agrigento und hatten eigentlich vor uns dort wieder eine antike Ausgrabungsstätte anzusehen. Aber der Regen stoppte uns bereits nach dem ersten Tempel.

Agrigento
600 Jahre ist dieser Olivenbaum schon alt

Immerhin konnten wir den Tempel noch sehen und einen ungefähr 600 Jahre alten Olivenbaum, der dort auf dem Gelände wuchs. Den Rest des Vormittags verbrachten wir dann in einem Kaffee am Rande des Ausgrabungsgeländes. Bei Cappuccino und ein wenig Gebäck saßen wir wenigstens im Trockenen und warteten auf einige Mitreisende, die trotz Regen und Kühle sich diese Ausgrabungen nicht entgehen lassen wollten. Unser nächstes Ziel hatte zum Glück ein Dach. Die Villa Romana del Casale in der Nähe der Stadt Piazza Armerina. Die Fahrt dorthin führte mitten durch das Land und viele kleine Ortschaften die hier hauptsächlich von Gemüseanbau leben. Die Villa ist ein wichtiges Denkmal des römischen Siziliens und berühmt für ihre Bodenmosaiken. Mein Fotoapparat hatte hier kaum eine freie Minute.

Piazza Armerina
Das Atrium in der Römischen Villa

Mehr Fotos sind natürlich auch in meinem Fotoalbum zu sehen. Die Villa kann sich mit vielen Palästen modernerer Zeit messen. Hier konnte man ahnen, wie die reichen Römer durch ihre Gemächer wandelten, sich von ihren Sklaven bedienen ließen, Feste feierten und Intrigen schmiedeten. Auch wenn wenig von den Wänden erhalten war so konnte man sich an der Schönheit der Bodenmosaiken nicht sattsehen. In einigen Räumen waren sie vollständig rekonstruiert, oder tatsächlich erhalten. In vielen Zimmern waren Szenen aus der römischen und griechischen Mythologie dargestellt. Sie sind uns zum Beispiel als Sagen von Prometheus bekannt.